Klima im Himalaya

Klima im Himalaya

Das Klima im Himalaya ist auf der Erde einzigartig. Das Himalayagebirge fungiert allein aufgrund seiner großen Höhe als Klimascheide zwischen dem Subkontinent Indien und dem Hochplateau Tibets. Die kalten Nordwinde kommen nicht über das Gebirge. Im Süden davon bleibt es daher für den Breitengrad unverhältnismäßig warm. Umgekehrt gelangen die feucht-schwülen Monsunwinde nicht über den Himalaya nach Norden. Hinter dem Himalayagebirge ist es daher ausgesprochen trocken. Hier sind deshalb auch die bekannten ausgedehnten Wüsten Gobi und Taklamakan zu finden, die zu den trockensten Gebieten der Erde zählen.

Die Südseite des Himalayas ist also geografisch und klimatisch völlig anders als die Nordseite. Während sich an den Südhängen Monsunregen und Steigungsregen abregnen und dort für Feuchtigkeit und Vegetation sorgen, bleibt das Klima im Himalaya im Norden des Gebirges trocken und kalt.

Der Nordwestmonsun bringt der Südflanke von Juni bis September ausgiebige Regenfälle. Hier fallen von 200 mm bis zu 2.500 mm Niederschlag im Jahr. Im Maximum sind das mehr als doppelt so viele Niederschläge wie die, die in den gemäßigten Breiten wie in Deutschland in den feuchtesten Moorgebieten fallen. Im Hohen Venn in Deutschland fallen beispielsweise im Durchschnitt jährlich 1.200 mm Niederschlag. Die niedrig gelegenen Südhänge des Himalayas haben daher subtropisches Klima, die höheren ein gemäßigtes bis alpines Klima.

Die Schneegrenze liegt im Himalaya bei ungefähr 5.000 bis 6.000 m. Da in dieser Höhe starke Winde vorherrschen, ist das Klima im Himalaya äußerst unwirtlich und für Menschen dauerhaft nur in den niedrigen Regionen zu ertragen. Aufgrund der Höhe nehmen der Luftdruck und damit auch die Anzahl der roten Blutkörperchen im Körper des Menschen stark ab. Die Folge sind Atemnot und verringerte Sauerstoffzufuhr. Angepasst an die Regionen des Himalaya Gebirges sind lediglich die Sherpas, die in Höhen von bis zu 3.500 m siedeln.

Die Nordseite des Himalaya Gebirges ist äußerst trocken. Sie wird zusätzlich in den Wintermonaten durch den Nordostpassat, einen kalten, trockenen Nordwind weiter ausgetrocknet.

Während kleinere Gebirge wie die Alpen lediglich Wetterscheiden sind, ist das riesige und hohe Dach der Welt, das Himalaya Gebirge, eine Klimascheide. Hier entsteht durch den Himalaja eine riesige, unüberwindbare Barriere, die das Klima nördlich davon von dem im Süden trennt.

Wie man lesen kann ist das Himalaya-Gebirge selbst nicht zum Verweilen geeignet. Und doch ist es möglich sich in den niedrigeren Regionen niederzulassen. Die Behausung der Einwohner ist eher einfach gehalten, wie einfache Hütten. Das Himalaya Gebirge bietet alles, von unwirtlich bis subtropisch. Eine reiche Vielfalt für Touristen, die eine Tour durch den Himalaya machen möchten.

Wer sich für eine Tour durch den Himalaya entscheidet, der muss sich auf verschiedene Klimasituationen einstellen können. Wer als Backpacker verreist, oder eine Tour mit Bergführer durch das Gebiet reist, der sollte sich die richtige Ausrüstung besorgen, z. b. bei einem Zeltverleih oder einem Sportausrüster. Wer häufiger Touren unternimmt sollte darauf achten, dass das Gepäck nicht zu schwer ist und trotzdem alles dabei ist. Man sollte sich für Regen, Schnee und Sonne ausrüsten. Ein erfahrener Bergführer kümmert sich meist auch darum, dass die lebensnotwendigen Dinge nicht vergessen werden.